f

„Wolkenmenschen die sich selbst gebären.“

wie ist das klein, was mit uns ringt, was mit uns ringt, wie ist das groß (Rilke?)

stillstand in der Raserei kleinster Partikel, die eine Abbildung der Realität imitieren. als wäre sie sich nicht im klaren darüber, nur aus binären, faden und belanglosen Wahrheiten zu bestehen. und doch verfalle ich ihrem farbenspiel. moderne sirenen mit schillerndem Gesang. schrillem schreien nach meiner Aufmerksamkeit. bis sie meine fahrt zum stillstand bringen und mich mit Banalitäten und Verwässerungen der Substanz überspülen. eine übel riechende woge aus Brei. nass, die Kleidung klebrig auf der haut fühle ich mich unwohl. der Geruch haftet an und während ich mich mit meinem Gefühlen entwickle, verstricke und reagiere bleiben nullen nullen und Einsen Einsen. ungeachtet des Schadens an mir, den ich mir selbst zufüge. es gibt keine soziale, digitale Realität.

“Der Mensch, der sich vornimmt, einen Teil der welt wahrheitsgetreu auszudrücken, muß dazu selbst besonders befähigt sein. Der gesamte Planet, der ganze Himmel und alle Welten sind für ihn nicht zu viel. Er fühlt und er weiß, dass die Mannigfaltigkeit der Dinge kein Maß hat. Das herrliche Glück des Auges ist die ewige elementare Strahlung als Rückwirkung von schnellen, weit entfernten Erschütterungen, bei denen man durch ewige Verkettungen Raum- und Zeitmomente wahrnimmt – wogen des unendlichen in gleichzeitigen Äußerungen der Weltverbundenheit.” -georges Clémenceau über die Arbeit monets

Mars

Durchmesser: 6794 km

Anzahl der Monde: 2

Oberflächentemperatur: -23*c

Umlauf um die Sonne: 687 Tage

Angst vor dem Unbekannten hemmt das Gefühl für Verständnis. Ohne Verständnis wächst die Angst vor dem Unbekannten. Offenheit durch die innere Haltung und die Neugier, sich neues Wissen anzueignen und dadurch den Spielraum für Verständnis zu erhöhen. Oder liegt die Wahrheit in einem viel einfacherem, allen zugänglichem Weg? In einem Verständnis, welches ohne Sprache auskommt.

nachts übe ich die zeitlosigkeit.

Das Leben ist nur ein Traum in einem Traum.

Ich weis nicht, ob es besser wird, wenn es anders ist.

Aber ich weis, dass es anders werden muss, damit es besser wird.

– Petra Hellmann

J’attends le silence.
J’attends le silence.
Je m’y précipite.

J’attends la sérénité.
j’attends la paix.
je me pousse en avant.

Je m’attends.
Quand le moment sera venu.

Der Mensch ist gut, 

Er wird nur durch eine Gesellschaft mit Problemen zum schlechten geformt. 

In Gedanken über das bisherige Oeuvre von Lynne Ramsay

Das Denken erzeugt die Welt. Nicht bloß das intellektuelle oder logische Denken, sondern die Bewegung im Zwischenraum der Worte, des Atmens, des Sehens und die aktive Verbindung zum Moment.

„Warum gehst du so langsam?“

„Ich habe keine eile anzukommen.“

Einstrom, Formgebung, Ausdruck. im rausch der sich collagierenden formen.

Es liegt eine Wolke in meinem Zelt

„Auf Worte zu verzichten ist kein Zugewinn an Effiziente, sondern ein dramatischer kultureller Rückschritt und Verlust.“

{ Die Mäuse fragen: „Frederick, warum arbeitest Du denn nicht?“

Frederick antwortet: „Ich arbeite doch. Ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage.“ }

Eingesponnen. wo beginnt die Weitsicht, wenn man sich überall begegnet, ohne sich selbst dabei zusehen. Wo gehe ich hin. Was bleibt. Also von mir.

Toujours à une pensée près.

„Es kann sich aber auch um eine Konstante – wenn auch nicht unbedingt bewusste – Angst handeln, die dem ebenfalls konstanten Gefühl entspringen, von der Außenwelt bedroht zu sein. diese Art einer konstanten Angst entspringt der Situation des isolierten, und mächtigen Individuums und ist eine weitere Quelle des Reservoirsvon Destruktivität, dass in seinem Inneren entsteht.“ e.f in Die Furcht vor der Freiheit

die kraft der kreativen Schöpfung entsteht aus teilen durch ihre Unabhängigkeit von gängigen Logiken.

„weltwunder. sendet sofort karte hier ist ein teil vom Schwein alle 12 teile zusammengesetzt – flach aufgeklebt sollen die deutliche seitliche form eines Ausschneidebogens ergeben – staunend billig alles.“ h.j.a

Wo ist meine Existenz nur hingetanzt?

„Was meinst du, sagte Mozziconi, wenn einer das Unendliche in vier Teile teilt, ist dann jedes Viertel immer noch unendlich?“

der tag wartet geduldig am fenster auf den ersten atemzug

Die Wirklichkeit der Welt ist garantiert durch ihre Mitwelt. Als Teil der Mitwelt, ist diese veränderbar. Somit auch die Wirklichkeit. Also handelt sich Erkenntnis, zumindest die “Erkenntnis von Wirklichkeiten” lediglich um das sehen von organisch sich verändernden Umständen, die auf die Mehrheit der Umstände innerhalb der Mitwelt zutreffen.

Eine Frau, verborgen hinter einem Strauß verpackter Blumen, sieht die Welt durch eine Schicht zerknitterter Folie.

Beobachtungen zu einer Fotografie von Sharon Ya‘ari.

„Was immer Körper und Seele bewegt, die äußeren wie die inneren Bewegungrn des Sprechens und Denkens müssen zur Ruhe kommen im Betrachten der Wahrheit.“ H.Arendt

Sich erleben als das, was man ist. Nicht als das, was man hat.

Aus der inneren sowie äußeren Aktivität entsteht die Freude am Leben. Wenn der Mensch sich einer Passivität hingibt, in dem Sinne, das er nur noch monotone, kein wahrhaftiges Interesse entwickelnde Tätigkeiten verrichtet, wird er selbst zum Ding, zur passiven Form.

Un homme regarde la lune du haut d’une montagne. Devant lui, un âne muet disparaît sur le chemin, que le temps a façonné. Une existence est constituée de tout, pour exister avec tout le reste.

Zeit ist nur eine Umschreibung für die Veränderung von Bewegungen. sie dreht sich im kreis, verliert ihre Struktur, wenn man nur klar über sie denkt. t = 0

Geistreiche Gespräche. Das Zusammentreffen bewegter, sich austauschender, sich befruchtender Gedankenwelten, die in neuen Symbiosen Form annehmen. Von Zeit sich zersetzend, um neue Blicken auf den Horizont zu offenbaren. Geistreich. Der Reichtum, das zur Verfügung stellen von Regungen, Bewegungen und Impulsen aus einem unerschöpflichen Pool von inneren Dynamiken. Identität, Dynamik, Impulse; +++.

In Gedanken in weißen Feldern aus Eis und Schnee, um sich selbst grün beleuchtet, in dem gefroren Spiegel zusehen.

Dort / Hier

Pessimismus ist in seiner Gedankenform destruktiv.

Optimismus birgt die Gefahr in einen passiven Zustand zu geraten, in dem der Gedanke: Es wird schon alles gut werden ebenfalls Handlungsformen und das Potential innerer und äußerer Dynamiken unterdrückt.

Um auf die Welt, ihre Probleme und die Destruktivität des Menschen konstruktiv reagieren zu können erfordert es einen Realismus, der sich, in der Hoffnung auf etwas gutes, in dynamische Prozesse transportieren lässt.

Alle Probleme sind von Menschen gemacht. Also können Menschen sie auch Lösen.

In Aussicht neuer Konsequenzen, die unvermeidlich an jede Handlung geknüpft sind, ist es aus meiner Sicht notwendig, eine radikale Position des Mitgefühls, der Logik und der Vernunft zu beziehen.

Das Selbst kann nicht gesondert von seinen Ursachen, der Gesellschaft betrachtet werden.

Anderenfalls beschäftigt man sich mit Halbwahrheiten, die in der Realität keinen Bestand haben.

ich war lange nicht mehr da.

Das potential von Reaktionen steht im Verhältnis zum offenen Geist.

Augenblicke, in denen die Ratio sich auflöst bereiten den Weg für Wirksamkeit.

Was ist Wirklichkeit? Entwickeln wir Muster und Systeme um in „ihr“ eine verständlichere, jedoch fehlerbehaftete eigene Realität zu schaffen? Bei aller Pluralität gibt es unrecht, welches mit keiner tiefgreifenden Realitätswahrnehmung vereinbar ist und mit keiner selbst erbauten entschuldbar.

Freiheit.

Wenn Vergangenheit und Zukunft aufeinander treffen

Und du die U-Bahnstation verlässt

Verzerrt die Stadt, als wäre sie besessen

Mich fortzutragen, ihr Geschäft

Dunkelheit umrahmt die Fenster

Lichter flattern durch den Raum

Neben mir, ein Schlaf beschenkter

Verliert sich ruhig in seinem Traum

Gedanken brauchen Raum. Um zu bekleiden, zu erweitern, um aus dem Raum heraus, selbigen zu überwinden.

Ich vermisse die unbeschwerten Tage voller Freiheit. Dem Gefühl, überall hinzugehören, überall hin gehen zu können und im dunkeln, neben Gedanken, durch die Straßen zu ziehen.

Fragmente meiner selbst

.. . . . .

+++

haben nicht grade werte und Ethik den Anspruch, sich neuen Umständen anzupassen um ihrer selbst gerecht zu werden?

Erkenntnis: Die Summe der Umstände ist zu keinem Punkt statisch.

Ursache/Wirkung. Bewegtes Ich.